Klein aber fein - unser kleines Museum

Sehenswert. Und alles aus Reiterswiesen

 

Im Jahr 1984 besann sich der Stadtteil Reiterswiesen auf seine Vergangenheit. 750 Jahre waren seit der ersten urkundlichen Erwähnung vergangen. Manche interessierten sich mehr für die mittelalterliche Vergangenheit, andere mehr für die jüngere Vergangenheit der letzten 100 Jahre. So hatten Kerstin und Josef Kiesel die Idee, im Rathaus ein kleines Museum einzurichten, das die Lebensgewohnheiten und den Alltag der Reiterswiesener in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts veranschaulichen sollte.

 

Alles aus Reiterswiesen

Nach fleißiger Sammelarbeit und genauer Sortierung konnte am 4. März 1984 die „Heimatstube“ eröffnet werden. Nach dem Spruch:

Man reißt das Haus nicht ein,

das Väter uns erbaut,

doch richtet man sich´s ein,

wie man´s am besten schaut.

Und so zeigt unser Museum seit dem Jahr 1984 den Besuchern viele interessante und bezugsreiche Gegenstände, Fotos und schriftliche Zeugnisse des alten Dorfes Reiterswiesen.

Fremde Besucher, vor allem aber verzogene Reiterswiesener Bürger, erinnern sich gerne anhand von Fotos oder alter Einrichtungen an ihre Jugend. Schulklassen wird anhand der originalen Darstellungen klar, wie ihre Vorfahren arbeiteten, feierten und auch die Gemeinschaft im Dorf pflegten.

 

Die Oma am Herd

Kinder können sich gar nicht mehr vorstellen, wie die Uroma mit einem kleinen Kohleofen und schwerem Küchengeräten aus Holz die leckersten Mahlzeiten zubereiten konnte. „Das Eisen aus dem Feuer holen“ wird erst klar, wenn man den Kindern wirklich zeigen kann, wie man den Eisenring aus der Glut herausfischt. Viele Redewendungen lassen sich so erklären.

 

Schneiderwerkstatt und Bauernstube

Unser kleines Museum besteht aus vier Räumen. So kann man im Erdgeschoss bäuerliche Gerätschaften und auch Werkzeug verschiedenster Berufe der Arbeit von früher zuordnen. Im Treppenaufgang und Flur besichtigt man alte Fotografien von den Festlichkeiten früherer Jahre. Der eine oder andere findet sich dort noch oder wenigstens seine Ähnlichkeit mit verstorbenen Familienmitgliedern. Im oberen Stockwerk kann man sich in die gemütliche Atmosphäre einer früheren Schneidewerkstatt hineinversetzen. Im großen Raum wird gezeigt, welch wichtigen Stellenwert die Kirche am Ort hatte. Wertvolle sakrale Gegenstände und alte Schriften berichten von Spendern und Stiftern. Betrachtet man noch einige Funde und Urkunden in der „Botenlaubenecke“ so können Kinder und Erwachsene den Bogen über viele Jahre spannen und ihre Heimat Reiterswiesen heute – mit der gleichen Heimat Reiterswiesen von früher vergleichen. Deswegen hat unser kleines Museum keinen hochtrabenden Namen bekommen, sonder heißt einfach nur „Heimatstube“.

 

Herzstück des Ortes

Sie hat ihren Platz gefunden im Herzstück des Ortes – dem „alten“ Rathaus. Auf die Frage: „Hat dir unser kleines Museum gefallen?“, antworten die Schüler und Kinder oft: „Ich weis jetzt, wie es hier bei uns war. Alle Leute haben viel gearbeitet, haben aber auch zusammen gefeiert und gehörten irgendwie zusammen. Das finde ich schön an unserem Ort.“ Schon allein für diesen Satz eines Kindes hat sich die Einrichtung unseres kleinen Museums gelohnt und sollte seinen veranschaulichenden Dienst an der Geschichte noch viele Jahre tun.

 

Klassisch schön Porzellanwaage:

 

 

 

 

 

Festtagsgeschirr

 

 

 

 

 

Tellerbord, gestrichen mit dem typischen "Schweinfurter Grün"

 

 

 

 

 

Gedrechselter Teigroller und Glas zum Buttern

 

 

 

 

 

 

Je größer der Topf, desto mehr Eisenringe mußten "aus dem Feuer geholt" werden

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